Zweites Wohnzimmer: Die Kulrrufabrik in Vlotho. Hier spiele ich seit vielen Jahren regelmäßig. Foto: Anke Bebermeier

Irgendwann in den Siebzigern meinte meine Schwester: „Du kannst in der Jugendkunstschule Gitarre lernen, aber richtig.“ Nun, dachte ich, dazu hätte ich Lust. Und so brachte mir Wolfgang Kuhlmann, der dort Sozialarbeiter war und bei Hammerfest spielte, die ersten Griffe und Lieder bei: „Blowin in the Wind“ und „This Land is Your Land.“ Das gefiel mir ziemlich gut – und ich blieb dabei. Anfangs war es ganz schön schwierig, den „kleinen Nashville“ zu spielen, weil – ehrlich gesagt – die Finger noch nicht ausgewachsen waren. Nach und nach wurde ich allerdings größer und besser.

Das alles war immer noch vor dem Unplugged-Album von Clapton, das mich dann 1992 total angefixt hat. So (oder so ähnlich) wollte ich spielen. Jahre später habe ich dann tatsächlich angefangen, eigene Setlists zu basteln, auf Stadtfesten Musik zu machen und auch schon mal ein Kulturfrühstück zu bestreiten. Dass mir dann ein lieber Kollege – ich arbeitete ja längst bei der Zeitung – die Welt der Sessions eröffnete, war ein Glücksfall. Da lernst du nämlich, wie es sich anfühlt, mit anderen Musikern zusammen zu spielen.

Das wiederum passte gut zu meiner direkten Begegnung mit Achim Patz, wiederum Musiker bei Hammerfest und ein begnadeter Blues-Harp-Spieler und Sänger. Bei unseren ersten Auftritten war Pianist und Boogieman-Vito dabei, heute (weil der Vito so beschäftigt ist) spielen wir meist als Duo und nennen uns A2O. Ich selbst musiziere aber auch noch als Solo-Gitarrist. Mittlerweile schreibe ich auch eigene Songs.